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Randnoten und nachweise


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RANDNOTEN UND NACHWEISE
7 Time shall belong to man:
THE ALMANAC OF TIME
The almanac of time hangs in the brain;

The seasons numbered by the inward sun,

The winter years, move in the pit of man;

His graph is measured as the page of pain

Shifts to the redwombed pen.
The calendar of age hangs in the heart,

A lover’s thought tears down the dated sheet,

The inch of time’s protracted to a foot

By youth and age, the mortal state and thought

Ageing both day and night.
The word of time lies on the chaptered bone,

The seed of time is sheltered in the loin:

The grains of life must seethe beneath the sun,

The syllables be said and said again:

Time shall belong to man.
Dylan Thomas, 16. Oktober 1933
12 1,3 Milliarden Muslime: Größenordnungen in Anlehnung an www.adherents.com, Major Religions of the World Ranked by Number of Adherents; von gesicherten Zahlen kann vermutlich nirgends die Rede sein.

13 Huntington: Samuel P. Huntington, Der Kampf der Kulturen, München 1998 (engl. OA 1996), S. 89ff. und Fußnoten 20 auf S. 544 (Projektion nach WCE von 1983!) sowie 35 auf S. 554.



Zahlenwerk: Marktanteile nach umstrittenen Trendvermutungen bei David B. Barrett u.a. (Hgg.), World Christian Encyclopedia: A Comparative Survey of Churches and Religions AD30 - 2200, New York 2001; vgl. www.worldchristiandatabase.org, www.religioustolerance.org/worldrel.htm#wce und www.religioustolerance.org/growth_isl_chr.htm. Eine Weltkarte der vorherrschenden Religionen und Glaubensrichtungen bietet http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/2/2b/Weltreligionen.png. Ergänzend empfiehlt sich die Karte in Dilek Zaptcioglu, die Geschichte des Islam, Frankfurt 2002, S. 178, die den muslimischen Anteil an der jeweiligen Landesbevölkerung in fünf Abstufungen von 1%-90% verzeichnet.

14 Gesamtzahl, Geburtenrate: Angaben nach CIA World Factbook, Schätzungen vom Juli 2005, www.cia.gov./cia/publications/factbook.

18 89 Prozent, 60 bis 65 Prozent: Angaben nach CIA World Fact Book; anders die Annahmen von ???, die der Übersicht S. 55 zugrunde liegen.

Sufitum: Eine künftige Auflage soll zur Abrundung ein Kapitel über den mystischen Islam enthalten.

19 Aleviten: Dazu grundlegend Markus Dreßler, Die alevitische Religion. Traditionslinien und Neubestimmungen, Würzburg 2002.

22 Abzutun: „Sie (die Muslime) waren bis zur Zeit des Herakleios Götzendiener. Da aber trat unter ihnen ein falscher Prophet (pseudoprophetes) auf, Mamed genannt, der eine eigene Irrlehre ins Leben rief, nachdem er flüchtig Kenntnis vom Alten und Neuen Testament gewonnen hatte und zugleich offenbar mit einem arianischen Mönch zusammengetroffen war." Johannes von Damaskus, Buch der Häresien, zitiert nach Hartmut Bobzin, Mohammed, München 2000, S. 10.

Schwärmer, Betrüger: "Man wird vielleicht erwarten, dass ich am Schlusse des Lebens Mohamed's seine Fehler und Tugenden abwiege, dass ich entscheide, ob dem außerordentlichen Manne der Beiname eines Schwärmers oder der eines Betrügers eigentlich zukomme." Edward Gibbon, The Coming of Islam, 1784/85 verfasst, zitiert nach der deutschen Übersetzung von Johann Sporschil, neu herausgegeben unter dem Titel: Der Sieg des Islam, Frankfurt 2003, S. 90.

Bund mit der Menschheit: "Wir schlossen einen Bund mit Adam, doch er vergaß (…) und widersetzte sich seinem Herrn, und so ging er in die Irre." (Q 20:115, 121) / "Er verordnete euch an Religion, was er schon Noah auftrug und wir dir offenbarten und Abraham und Mose und Jesus auftrugen. Befolgt die Religion und entzweit euch nicht darüber!" (Q 42:13) / "Die Menschen waren eine einzige Gemeinschaft. Dann ließ Gott die Propheten als Freudenboten und Warner erstehen und sandte mit ihnen das Buch mit der Wahrheit herab, damit es unter den Menschen über das urteile, worüber sie uneins waren. Doch entzweiten sich vor Neid gerade die, die es erhielten, trotz der erhaltenen Klärungen." (Q 2: 213) – Zum besseren Verständnis koranischer Verse in aller Deutungsvielfalt unverzichtbar Adel Theodor Khoury, Der Koran, Düsseldorf 2005 und dessen zweisprachige kommentierte Ausgabe des Koran.

23 Propheten klären Strittiges: Jesus: "Ich komme mit der Weisheit zu euch und um euch über einiges aufzuklären, worüber ihr uneins seid." (Q 43:63)



Strenger oder liberaler: Gott zu Muhammad: "Den Juden haben wir das verboten, wovon wir dir zuvor erzählten." (Q 16:118, vgl. Q 4:160)

24 Herkunft Muhammads: Nachfolgende Darstellung nach Ludwig Ammann, Die Geburt des Islam: Historische Innovation durch Offenbarung, Göttingen 2001.



Leben nach dem Tod: "Sie sagen: 'Es gibt nur unser diesseitiges Leben. Wir sterben und wir leben, und nur die Zeit vernichtet uns.'" (Q 45:25)

25 Neue Schöpfung: "Hat uns denn die erste Schöpfung erschöpft? Nein, und doch zweifeln sie an einer neuen Schöpfung!" (Q 50:15)



In höchster Not, vermitteln: "Wenn sie ein Schiff besteigen, rufen sie Gott an und machen ihre Religion rein für ihn allein. Doch wenn er sie dann ans Land gerettet hat, gesellen sie (ihm andere Götter) bei." (Q 29:65, vgl. Q 17:67) / "Gott allein gebührt die reine Religion. Unter denen, die sich außer ihm Freunde (walî) nehmen - 'Wir dienen ihnen nur, damit sie uns Gott nahe bringen!' - wird Gott über das urteilen, wodurch sie abwichen." (39:3)

26 Fabeln der Früheren: "Sie sagen: 'Es sind die Fabeln der Früheren, die er sich aufgeschrieben hat. Sie werden ihm doch morgens und abends diktiert!'" (Q 25:5)



Moralisierung der Religion: "Ebenso sandten wir keinen Warner vor dir in eine Stadt, ohne dass deren Begüterte gesagt hätten: 'Wir fanden unsere Väter auf einem Weg und folgen ihren Spuren.' Er entgegnete: 'Wie, und wenn ich euch bessere Rechtleitung brächte als die bei euren Vätern vorgefundene?' Sie antworteten: 'Wir glauben nicht an das, womit ihr gesandt seid!" (Q 43: 23f.)

Bruch mit den Mekkanern: "Sprich: Ihr Ungläubigen, ich bete nicht an, was ihr anbetet, und ihr betet nicht an, was ich anbete; ich bin kein Verehrer dessen, was ihr verehrt, und ihr seid keine Verehrer dessen, was ich verehre. Ihr habt eure Religion und ich die meine!" (Q 109:1-6)

Medina: Medina ist kurz für madînat an-nabîy: die Stadt des Propheten.

28 Religion Abrahams, Siegel der Propheten: "Abraham war weder Jude noch Christ, sondern ein ergebener unabhängiger Monotheist, und keiner, der (Gott andere Götter) beigesellte." (Q 3:67) / "Als wir das Haus zu einem Treff für die Menschen und einer Zuflucht machten: 'Nehmt euch die Stätte Abrahams zum Gebetsort!' Wir geboten Abraham und Ismael: 'Reinigt mein Haus für jene, die es umlaufen, einkehren, sich verneigen und niederwerfen!'" (Q 2: 125; vgl. Vers 127) / "Muhammad ist von keinem von euren Männern der Vater, sondern der Gesandte Gottes und das Siegel der Propheten." (Q 33:50; schon Jesus galt Christen als "Siegel der Propheten")

29 Strafe für ihre Sünden: Vgl. Q 4:160.

Vergottung Jesu: "Die Christen sagen: 'Christus ist Gottes Sohn.' Das ist die Rede aus ihrem Mund. Damit reden sie wie die, die vor ihnen ungläubig waren. Gott bekämpfe sie! Wie sehr sie sich irren… Sie nahmen sich ihre Gelehrten und Mönche als Herren neben Gott, und Christus, den Sohn der Maria." (Q 9:30f.)

Tod am Kreuz: Vgl. Q 4:157f. Nach Manfred Ullmann, dem führenden deutschen Lexikographen für das Arabische, ist die philologisch umstrittene Stelle so zu lesen: „.. sondern sie sind einer Täuschung erlegen.“

30 Herzenswäsche: Eine Ausdeutung von "Haben wir dir nicht deine Brust geweitet und deine Last abgenommen, die dir auf den Rücken drückte?" (Q 94:1-3), die Q 48:1-2 – „Wir haben dir einen deutlichen Sieg verliehen, damit Gott dir deine vergangenen und künftigen Sünden vergebe (…)“ – nicht wahrhaben will.



Nacht- und Himmelsreise: Eine Ausdeutung von "Preis Ihm, der seinen Diener bei Nacht von der heiligen Kultstätte zur fernsten, ringsum gesegneten Kultstätte reisen ließ, um ihm einige unserer Zeichen zu enthüllen." (Q 17:1; sowie Q 53:13-18)

Skeptisch: Der große Korangelehrte at-Tabarî (st. 923/311) urteilte: "Er ließ seine Seele wandern, doch im Halbschlaf schien es dem Propheten, als säße er leiblich auf einem Reittier. Der wörtliche Ausdruck der vermeintlichen Bewegung bedeutet ein tatsächliches Anheben der Flügel, die unserer physischen Natur die Wahrnehmung der göttlichen Wirklichkeiten versagen." Zitiert nach Gabriel Mandel Khan, Der Prophet Mohammed: Eine kleine Kulturgeschichte des Islam, Berlin 2002, S. 49.

31 Wortspiel: Gott in einer nichtkoranischen Offenbarung: "Ich bin Ahmad (= Muhammad) ohne m", nämlich ahad (= einer, ein Gott), vgl. Annemarie Schimmel, Mystische Dimensionen des Islam: Die Geschichte des Sufismus, Frankfurt 1995, S. 317 im Kapitel über die Verehrung des Propheten.

32 Revisionismus: Vgl. die unter Führung des katholischen Theologen Karl-Heinz Ohlig entstandenen Publikationen, u.a. Christoph Luxenberg, Die syro-aramäische Lesart des Koran, Berlin 2000, Karl-Heinz Ohlig/Gerd-R. Puin (Hg.), Die dunklen Anfänge: Neue Forschungen zur Entstehung und frühen Geschichte des Islam, Berlin 2005 und Karl-Heinz Ohlig, Der frühe Islam: Eine historisch-kritische Rekonstruktion anhand zeitgenössischer Quellen, Berlin 2007. Bibelkritische Deutungsvorgabe bei Karl-Heinz Ohlig, Weltreligion Islam: Eine Einführung, Mainz 2000. Die Thesen Luxenbergs sind semitistisch unhaltbar, vgl. Ludwig Ammann, Cola und Koran, Freiburg 2004, S. 139ff. Zu Protagonisten des Revisionismus in englischer Sprache und jüngsten Blüten ihrer fantastischen Geschichtsschreibung vgl. Ludwig Ammann, Die Geburt des Islam, S. 63f. und 105ff.

Aischa: Aischas Heiratsalter ist in den Quellen umstritten; vgl. http://en.wikipedia.org/wiki/Aisha

33 Mainstream: Vgl. Katajun Amirpur/LudwigAmmann (Hgg.), Der Islam am Wendepunkt, Freiburg 2006, S. 155-163 und ausführlich am Text Felix Körner, Alter Text – Neuer Kontext: Koranhermeneutik in der Türkei heute, Freiburg 2006.



Indonesische Muslime: Vgl. Riaz Hassan, Faithlines: Muslim Conceptions of Islam and Society, Karachi 2003, S. 129.

34 Erzengel Gabriel : "Sprich: Wer Gabriels Feind ist – denn er ist es, der ihn auf Gottes Geheiß in dein Herz hinab sandte, zur Bestätigung des Vorangegangenen, und als Rechtleitung und frohe Botschaft für die Gläubigen – wer ein Feind Gottes, seiner Engel und Gesandten, Gabriels und Michaels ist: Gott ist ein Feind der Ungläubigen!" (Q 2:97f.)

Wörtlich inspirierter Text : Früher glaubten auch Katholiken und Protestanten, ihre Schrift sei vom Heiligen Geist diktiert: „Die Heilige Schrift hat Gott selbst zum Verfasser“, so ein Kalvinist im 16. Jahrhundert, zitiert nach Michael Cook, Der Koran: Eine kurze Einführung, Stuttgart 2002, S. 142. Neuere Inspirationslehren deuten die Mitwirkung Gottes vorsichtiger, vgl. „Dei Verbum“ vom 2. Vatikanischen Konzil 1965.

36 Frühere Suren, spätere:


Al-Ikhlâs – Das reine Bekenntnis

Im Namen Gottes, des barmherzigen Erbarmers!


1 Sprich: Gott ist Einer,

2 Ein ewig reiner,

3 Hat nicht gezeugt und ihn gezeugt hat keiner,

4 Und nicht ihm gleich ist einer.



Sure 112, frühmekkanisch, Nachdichtung von Friedrich Rückert, Der Koran, hrsg. von Hartmut Bobzin, Würzburg 1995.
Al-Fâtiha – Die Eröffnende

Im Namen Gottes, des barmherzigen Erbarmers!


1 Gelobt sei Gott, der Herr der Weltbewohner!

2 Er, der barmherzige Erbarmer,

3 Der König des Gerichtstags!

4 Dir dienen wir, dich rufen wir um Hilfe an.

5 Leite uns den rechten Weg!

6 Den Weg derer, denen du gnädig bist,

Nicht derer, denen Zorn gebührt,

Noch derer, welche irregehn.



Sure 1, frühmekkanisch, Nachgedichtung von Harmut Bobzin, Koran Lese Buch, Freiburg 2005, S. 52.
At-Takwîr – Die Ballung

Im Namen Gottes, des barmherzigen Erbarmers!


1 Wann die Sonne sich wird ballen,

2 Die Sterne zu Boden fallen,

3 Und die Gebirge wallen,

6 Der Meere Fluten schwallen;

4 Wann Zuchtkamele sind unverwahrt,

5 Und die wilden Thiere geschaart,

7 Und die Seelen wieder gepaart;

8 Man das lebendig begrabne wird fragen,

9 Um welche Schuld es sei erschlagen;

10 Und die Bücher sind aufgeschlagen;

11 Wann der Himmel wird abgedach't,

12 Und die Hölle wird angefacht,

13 Und der Garten herangebracht;

14 Wird eine Seele wissen was sie dargebracht.



Sure 81, frühmekkanisch, Nachdichtung von Rückert
Al-Baqara – Die Kuh
234 Mütter sollen (nach einer Scheidung) ihre Kinder zwei volle Jahre stillen. Das gilt für den, der bis zum Ende stillen will. Für ihren Lebensunterhalt und ihre Kleidung hat der nach Billigkeit zu sorgen, dem das Kind geboren wurde. Von keinem wird mehr gefordert, als er vermag. Einer Mutter darf nicht wegen ihres Kindes Schaden zugefügt werden, noch einem Vater wegen seines Kindes; dasselbe obliegt dem Erben. Wenn sie sich jedoch in beiderseitigem Einvernehmen für die Entwöhnung entscheiden, so ist das für sie kein Vergehen. Wenn ihr eure Kinder stillen lassen wollt, so ist das für euch kein Vergehen, sofern ihr den ausgesetzten Lohn nach Billigkeit zahlt. Fürchtet Gott und wisset: Gott sieht wohl, was ihr tut!

Sure zwei, medinensisch, angelehnt an die Übertragung Khourys
37 Lichtvers, Thronvers:
An-Nûr - Das Licht
Gott ist das Licht der Himmel und der Erde.

Sein Licht ist einer Nische gleich

In welcher eine Leuchte steht;

Die Leuchte ist in einem Glas;

Das Glas gleicht einem funkelnden Gestirn,

Entflammt von einem segensreichen Ölbaum,

Nicht östlich und nicht westlich;

Sein Öl scheint fast zu leuchten,

Auch wenn das Feuer es noch nicht berührte.

Licht über Licht!

Gott leitet wen er will zu seinem Licht.

Und Gott prägt für die Menschen Gleichnisse.

Und Gott weiß alle Dinge.

Sure 24, Vers 35, Nachdichtung von Hartmut Bobzin
Al-Baqara – Die Kuh
Gott, außer ihm kein Gott!

Er der Lebendige, der Beständige,

Ihn fasset weder Schlaf noch Schlummer,

Sein ist was da im Himmel ist und was auf Erden;

Wer leget Fürspach’ ein bei ihm,

als er erlaub’ es denn? Er weiß

Was vor ist und was hinter ihnen,

Doch sie umfassen nichts von seinem Wissen,

Als was er will. Sein Richtstuhl füllt

Die Weite Himmels und der Erde,

Und ihn beschwert nicht die Behütung beider,

Er ist der Hohe, Große.



Sure 2, Vers 255, Nachdichtung von Friedrich Rückert

38 Himmlische Urschrift: Ein kühne Deutung von „Nein, es ist ein glorreicher Koran auf einer wohlverwahrten Tafel“ (Q 85:21-22).



Frommer Zeitgenosse: Der Sohn des zweiten Kalifen *Umar (reg. 634-644/13-23), zitiert nach Michael Cook, Der Koran: Eine kurze Einführung, S. 151.

Dem Sinn nach: Vgl. Gregor Schoeler, Schreiben und Veröffentlichen: Zu Verwendung und Funktion der Schrift in den ersten islamischen Jahrhunderten, in: Der Islam 69(1992), S. 1-43, hier S. 25 zur vor-*uthmânischen Periode, und nun ders., Ecrire et transmettre dans les débuts de l’Islam, Paris 2002.

Rede Gottes:Kalâm allâh“, so in Q 9:6: „Wenn ein Polytheist bei Dir Schutz sucht, gewähre ihm Schutz, damit er die Rede Gottes hört!“ - Wann die bildliche Deutung heikler Stellen zulässig sei, beschäftigt auch Christen: Noch 1992 verweigerte Rom die Rehabilitierung Galileis mit der Begründung, er habe keine schlüssigen Beweise für sein heliozentrisches Weltbild besessen, es sei daher nicht notwendig gewesen, von der wörtlichen Auslegung geozentrischer Bibelstellen abzuweichen. Ebenso sehen Kreationisten trotz Darwin keine Notwendigkeit, biblische oder koranische Schöpfungsberichte bildlich zu verstehen.

39 Wie und warum: Zitiert nach Michael Cook, Der Koran, S. 136.



60 Deutungen: Zitiert nach Navid Kermani, Gott ist schön: Das ästhetische Erleben des Koran, S. 137 und 145.

Ausdeutung: Deutungsunwillige Gelehrte lesen Q 3:7 so: „[Im Koran] gibt es eindeutige Zeichen – sie sind die Mutter des Buchs – und andere, vieldeutige. Die Abweichler im Herzen folgen dem Vieldeutigen, weil sie auf Spaltung und Ausdeutung (ta’wîl) sinnen, obwohl nur Gott seine Ausdeutung kennt. Die Wissenmächtigen sagen: (…)“ Deutungswillige Gelehrte wie der berühmte Mu*tazilit az-Zamakhscharî (1075-1145/ …) oder heute die Ahmadiyya lesen diesen Vers anders, nämlich ohne Zäsur vor wa-râsikhûna fî l-*ilm und damit als Plädoyer für Expertenexegese, nicht aber Laienexegese: „…obwohl nur Gott und die Wissensmächtigen seine Ausdeutung kennen, die sagen: (…).“

40 Mehmet Pacaci: Vgl. Felix Körner, Mehmet Pacaci, Türkei : Der Koran und ich – Geschichte jetzt, in : Katajun Amirpur/Ludwig Ammann, Der Islam am Wendepunkt, S. 155-163 und ders., Alter Text – neuer Kontext, S. 32-76.

41 Gründungserklärung: Vgl. Marwan Abou-Taam/Ruth Bigalke, Die Reden des Osama bin Laden, München 2006, S. 73.

42 Verfassung: << Supreme Court(folgt)



Höchstens 500: Manche zählen auch nur 200 (al-Hudari) oder 350 (Kamali, Textanteil am Koran: 3%) regelsetzende Verse (âyât al-ahkâm), vgl. Mohammad Hashim Kamali, Law and Society: The Interplay of Revelation and Reason in the Shariah, S. 6, Download von http://arabworld.nitle.org/texts.php?module_id=2 (From Oxford History of Islam, Oxford 2000).

44 Seither ist in Staaten: Vgl. zu einzelnen Staaten Werner Ende/Udo Steinbach, Der Islam in der Gegenwart: Entwicklung und Ausbreitung – Kultur und Religion – Staat, Politik und Recht, 5. neubearbeitete Auflage, München 2005 die jeweiligen Länderartikel sowie ebenda die Zusammenschau von Hans-Georg Ebert, Tendenzen der Rechtsentwicklung.



Herzstück: Rechtshandbücher beginnen grundsätzlich mit ausführlichen Kapiteln zu den Glaubensübungen. Von bei Kamalis mittlerer Zählung 350 „rechts“relevanten Versen im Koran gelten 140 dem Kultus!

46 Das Erlaubte: Yûsuf al-Qaradâwî, vgl. unten S. 103.

47 Idschtihâd: Vgl. gründlichst Birgit Krawietz, Hierarchie der Rechtsquellen im tradierten sunnitischen Islam, Berlin 2002; kurz S. 353f.

Dann werde ich…: Lies: Dann werde ich mich nach dem Brauch etc.

48 Rechtsvielfalt: Positionen zur Wahrheitsfrage vgl. Birgit Krawietz, Hierarchie der Rechtsquellen, § 10.



Eindeutiger Gebotstext: Vgl. Krawietz, Hierarchie, S. 110 und S. 353ff.

Auspeitschen: <<< Strafverschärfung durch fragwürdigen hadîth qudsî (folgt)

49 Jus divinum: Vgl. den Artikel „Jus divinum, II“ im Lexikon für Kirchen- und Staatskirchenrecht, München 2002, S. 329-331.



Liberale Muslime: Vgl. Abdullahi an-Na’im, The Future of Shari’a, Download von http://www.law.emory.edu/cms/site/index.php?id=2383

52 Krise: Zitiert nach www.futureislam.com, vgl. Katajun Amirpur/Ludwig Ammann, Der Islam am Wendepunkt, S. 9.

53 Schia: Vgl. Reza Aslan, Kein Gott außer Gott: Der Glaube der Muslime von Muhammad bis zur Gegenwart, München 2006, S. 193-215.

54 Trauerfeierlichkeiten: Zu den Trauerriten des Aschurafests vom ersten bis zum zehnten – *âschûrâ’ - des Monats Muharram wie Prozessionen, Passionsspiel und Selbstgeißelungen vgl. kurz Aslan, Kein Gott außer Gott, S. 200ff. Das Andenken an Husains Tod am 10. Muharram ist das wichtigste schiitische Fest.



Zwölferschia: Zu den verschiedenen Zweigen der Schia – Siebener, Zwölfer usf. – vgl. Markus Dreßler/Gritt Klinkhammer, Islam, Berlin 2003, S. 78-83, Überschau S. 79. Zur Einführung in den schiitischen Islam bestens Werner Ende, Der schiitische Islam, in: Werner Ende/Udo Steinbach (Hgg.), Der Islam in der Gegenwart, München 2005 (5. Aufl.), S. 70-89. Licht und Inkarnation …(folgt) Zur Geschichte des Islam Gudrun Krämer, Geschichte des Islam, München 2005.

55 15 Länder: Angaben nach ???

58 Rückbesinnung, Doppelsinn: Ahmad Muhammad Dschamâl, Koranexeget in Mekka, 1975/1395: „Jawohl, wir wollen in die Vergangenheit zurückkehren! Wir wollen in die Zeiten der islamischen Regierungen zurückkehren(…), in die Zeit des zweiten islamischen Herrschers Abû Bakr (…), in die Zeit des dritten islamischen Herrschers *Umar b. a-Khattâb. Unser Rückschritt bedeutet (…) Stärke, Kraft und Sieg, weil er die Rückkehr zum Buch Gottes und der Sunna des Gesandten ist. Später begannen wir der Zeit hinterherzuhinken, weil wir unsere arabische Zivilisation und unserer islamische Kultur verließen: Hieraus resultiert das, was wir heute an Unterentwicklung, Schwäche und Niederlagen erleben!“ Zitiert nach Andreas Meier, Der Politische Auftrag des Islam: Programme und Kritik zwischen Fundamentalismus und Reformen – Originalstimmen aus der islamischen Welt, Wuppertal 1994, S. 398-406. Ganz anders eine muslimische Studentenverbindung gegen 1990 in Kairo: „Die Rückkehr zu unserem Erbe bedeutet nicht Salafitum im Sinn von Verweigerung aller Neuerungen, im Gegenteil. Jedes um Wandel bemühte Denken beginnt mit einer zeitgemäßen Deutung der Vergangenheit. Die Kritik des Status quo rührt von dem Gefühl, dass die Gegenwart der Vergangenheit unserer Umma nicht würdig ist – und dem Glauben, dass unsere Gemeinschaft fähig ist, eine der ruhmreichen Vergangenheit würdige Zukunft zu schöpfen. Wir kehren nicht zum Erbe zurück, um die Vergangenheit wiederherzustellen, denn die Vergangenheit kann nicht wiederbelebt werden, vielmehr suchen wir Inspiration in ihren zeitlosen Werten und ewigen Idealen!“ Übersetzt nach Zitat bei William A. Graham, Download unter www.cevipof.msh-paris.fr/publications/enquetes/rapp_fi.pdf .

Khaled Abou El Fadl, Abdelwahab Meddeb: Khaled Abou El Fadl, The Ugly Modern and the Modern Ugly: Reclaiming the Beautiful in Islam, in: Omid Safi (Hg.), Progressive Muslims: On Justice, Gender and Pluralism, Oxford 2003, S. 33-77; Abdelwahab Meddeb, Die Krankheit des Islam, Heidelberg 2002; demnächst vom gleichen Autor auch auf Deutsch Contre-prêches: Chroniques, Paris 2007.

59 Reformation: 1517 nach Christus schlägt Martin Luther seine revolutionären Thesen an, 1399 nach der Hidschra tritt Khomeini seine revolutionäre „Herrschaft des Rechtsgelehrten“ an: Der Abstand zur fundierenden Offenbarung ist vergleichbar.

60 Jyllands Posten: Die vom Jyllands Posten veröffentlichte Chronologie der Ereignisse (Süddeutsche Zeitung Magazin 33 vom 18. August 2006, S. 18-21) unterschlägt die erbetenen Stellungsnahmen. Vgl. dagegen die Chronologie des Vorsitzenden der Deutschen Muslim-Liga unter http://www.religion-online.info/islam/themen/dml-karikaturen-chronologie.pdf : „Anfang Oktober 2005: Als Reaktionen auf die Veröffentlichung der Karikaturen (am 30. September 2005) von muslimischer Seite ausbleiben, sendet JP Kopien der Karikaturen an die muslimischen Organisationen in Dänemark mit der Bitte um Kommentierung. – 9. Oktober 2005: JP befragt den für seine radikale Haltung bekannten Imam Raed Hlayhel (…).“ Die Inszenierung des Stücks „Der Karikaturen-Streit“ wurde also vom JP auf den Spielplan gesetzt und vorangetrieben, bevor am aufgeführten Stück nicht minder interessierte und gezielt kontaktierte politische Gegner die Regie übernahmen und dadurch der Inszenierung eine vom JP in seiner Arroganz der Macht unerwartete Wende gaben.

63 Deutschtürken, junge Muslime: Faruk Sen/Martina Sauer/Dirk Halm, Euro-Islam: Eine Religion etabliert sich in Europa, Essen 2004, S. 28 (Zahlen von 2000; vgl. Downloads unter www.zft-online.de ) und Katrin Brettfeld/Peter Wetzels, Junge Muslime in Deutschland: Eine kriminologische Analyse zur Alltagsrelevanz von Religion und Zusammenhängen von individueller Religiosität mit Gewalterfahrungen, -einstellungen und –handeln, in: Bundesministerium des Innern (Hg.), Islamismus, Berlin 2004, S. 221-316, hier S. 254 (Zahlen von 2004 für 15-Jährige).



Türkei: Angaben nach Emin Köktas, Untersuchungen zur Lage der Religiosität in der türkischen Gesellschaft, in: Journal of Religious Culture – Journal für Religionskultur 58 (2002), Download unter http://web.uni-frankfurt.de/irenik/relkultur58.pdf . Zahlen 2000 für repräsentative Stichprobe von 3053 Personen über 18 Jahren, vgl. S. 6. Zahlen 2001: 39% fünf Gebete täglich, 17% nie, vgl. S. 7.

64 Französische Studie: Sylvain Brouard/Vincent Tiberj, Rapport au politique des francais issus de l’immigration, Paris 2005, S. 9-16, Download von http://www.cevipof.msh-paris.fr/publications/enquetes/rapp_fi.pdf .

65 89 Prozent: Vgl. Faruk Sen/Hayrettin Aydin, Islam in Deutschland, München 2002, S. 45. Junge Deutschtürken im Alter von 16-25 Jahre nur zu 67,7%, vgl. Susanne Worbs/Friedrich Heckmann, Islam in Deutschland (s. nächste Anmerkung), S. 200.

66 Alkoholverbot: Vgl. Susanne Worbs/Friedrich Heckmann, Islam in Deutschland: Aufarbeitung des gegenwärtigen Forschungsstandes und Auswertung eines Datensatzes zur zweiten Migrantengeneration, in: Bundesministerium des Innern (Hg.), Islamismus, S. 133-220, hier S. 200 und 206 (Werte von 1999). - Zum Vergleich: 77% der nach Abzug der Religionslosen verbliebenen Muslime in Frankreich trinken nie und 80% vermeiden Schwein, Alkohol und nicht erlaubte Speisen bei Einladungen zum Essen, vgl. Brouard/Tiberj, Rapport au politique, S. 12 und 14.

66 Moralkodex: Ausführlich erläutert in Ludwig Ammann, Privatsphäre und Öffentlichkeit in der muslimischen Zivilisation, in: Nilüfer Göle/Ludwig Ammann, Islam in Sicht: Der Auftritt von Muslimen im öffentlichen Raum, Bielefeld 2004, S. 69-117.

67 Verlautbarung: Faruk Sen/Martina Sauer/Dirk Halm, Euro-Islam, Essen 2004 vom ZfT geben S. 26 für 2000 die Werte 7% (sehr), 64,6% (eher), 24,5% (eher nicht) und 3,3% (gar nicht) an; Martina Sauer/Andreas Goldberg, Türkeistämmige Migranten in Nordrhein-Westfalen: Stand der Integration, Einstellungen und Meinungen, Inanspruchnahme von Unterstützung bei der Erziehung – Ergebnisse der siebten Mehrthemenbefragung, Essen 2006 vom selben ZfT geben S. 235 für 2000 stark abweichend 7,8%, 48,9%, 32,9% und 7,4% an und für 2005 22,1%, 53,8%, 18,9% und 5,1%. Das Vertrauen in Umfragen wird durch solche Selbstwidersprüche untergraben. Download unter www.zft-online.de/UserFiles/File/NRW%202005-Bericht5.pdf



Frankreich, Deutschtürken: Angaben nach Brouard/Tiberj, Rapport S. 16; für 52% der Franzosen ist Religion als Richtschnur „nicht so wichtig“. Werte der Deutschtürken in: Die deutschen Gesichter des Islam, STERN 42 (2006), S. 42 (Forsa-Umfage unter 501 Deutschtürken ab 14 Jahren, Download von www.stern.de/islamumfrage ).

Indonesien, Ägypten: Vgl. Riaz Hassan, Faithlines, Karachi 2003, S. 54-57, 68-72, 81 und 258.

69 Rede des Papstes: Vgl. nun die revidierte Fassung in Benedikt XVI., Glaube und Vernunft: Die Regensburger Vorlesung, Freiburg 2006.

70 Auszurotten: Die ungeniert völkermörderische Formel der Bibel dafür lautet: „Wenn der Herr dein Gott viele Völker/die Heiden vor dir her ausrottet…“ (Dtn 7; 12; 19).

71 Entwerten: Vgl. Michael Cook, Der Koran, S. 128.



Islamische Charta: Download unter www.islam.de/3035.php

Tilman Nagel: Kämpfen bis zum endgültigen Triumph: Über Gewalt im Islam. Neue Zürcher Zeitung vom 25.11.2006, S. 71.

Ayaan Hirsi Ali: Die schleichende Machtübernahme, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 4.10.2006, S. 39.

72 Mitstreiter Alis: Paul Scheffer, Toleranz kann nicht auf Furcht gründen, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 21.10.2006, S. 40.

73 Ibn Khaldun, Dschihadisten: Vgl. Ibn Khaldun, The Muqaddimah: An Introduction to History, New York 1958, S. 473ff.; Alî al-*Aliyani, 2002, vgl. David Cook, Understanding Jihad, Berkeley 2005, S. 188.

75 Lehrbücher: Dschad al-Haqq, ein früheres Oberhaupt der al-Azhar, 1984, vgl. Andrew Bostom, The Legacy of Jihad, Amherst 2005, S. 334.



Feldherrentum, Nietzsche: Vgl. Kardinal Lehmanns Kommentar zur Regensburger Vorlesung in Benedikt XVI., Glaube und Vernunft, Freiburg 2006, S. 114f.; vgl. Friedrich Nietzsche, Der Antichrist, Schlusssatz von Abschnitt 59: „Unter uns, es sind nicht einmal Männer… Wenn der Islam das Christentum verachtet, so hat er tausendmal recht dazu: der Islam hat Männer zur Voraussetzung…“

77 Politischer und puritanischer Islam: Zum gesamten Kapitel vgl. Olivier Roy, Der islamische Weg nach Westen: Globalisierung, Entwurzelung und Radikalisierung, München 2006 (franz. OA 2004) und zur Einführung kurz Guido Steinberg/Jan-Peter Hartung, Islamistische Gruppen und Bewegungen, in: Werner Ende/Udo Steinbach, Der Islam in der Gegenwart, München 2005 (5. Aufl.). S. 681-695. Originalstimmen islamischer Diskurse seit 1798 großartig bei Andreas Meier, Der Politische Auftrag des Islam: Programme und Kritik zwischen Fundamentalismus und Reformen – Originalstimmen aus der islamischen Welt, Wuppertal 1994.



Individueller Entschluss: José Casanova, Chancen und gefahren öffentlicher Religion: Ost- und Westeuropa im Vergleich, in: Otto Kallscheuer (Hg.), Das Europa der Religionen, Frankfurt 1996, S. 181-210.

79 Westansteckung: Vgl. Jalal al-e Ahmad, Occidentosis: A Plague from the West, Berkeley 1984 (pers. OA 1962).

Huntington: Vgl. Samuel P. Huntington, Kampf der Kulturen, München 1998, S. 154.

80 Cola und Koran, Zinsverbot: Vgl. Ludwig Ammann, Cola und Koran: Das Wagnis einer islamischen Renaissance, Freiburg 2004. Vgl. Volker Nienhaus, Islamische Ökonimik in der Praxis: Zinslose Finanzwirtschaft, in: Werner Ende/Udo Steinbach (Hgg.), Der Islam in der Gegenwart, München 2005 (5. Aufl.), S. 163-198.



Nicht-Identifikation: Vgl. Heiner Bielefeldt, Muslime im säkularen Rechtsstaat: Integrationschancen durch Religionsfreiheit, Bielefeld 2003.

USA, Sonderfall: Vgl. Peter L. Berger, Sehnsucht nach Sinn: Glauben in einer Zeit der Leichtgläubigkeit, Frankfurt 1995 (engl. OA 1994); vgl. David Martin, Europa und Amerika: Säkularisierung oder Vervielfältigung der Christenheit – zwei Ausnahmen und keine Regel, in: Otto Kallscheuer (Hg.), Das Europa der Religionen: Ein Kontinent zwischen Säkularisierung und Fundamentalismus, Frankfurt 1996, S. 160-180; vgl. Hartmut Lehmann, Säkularisierung: Der europäische Sonderweg in Sachen Religion, Göttingen 2004; vgl. die Gegenposition bei Pippa Norris/Robert Inglehart, Sacred and Secular: Religion and Politics Worldwide, Cambridge 2004.

82 Aktivismus: Vgl. Nilüfer Göle, The Forbidden Modern: Civilization and Veiling, Ann Arbor 1996 (türk. OA 1991).

Gilles Kepel: Vgl. Gilles Kepel, Jihad, expansion et déclin de l’islamisme, Paris 2000; deutsche Ausgabe: Das Schwarzbuch Dschihad: Aufstieg und Niedergang des Islamismus, München 2002 erschienen.

83 Tablîghî Dschamâ*at: Vgl. Moussa Khedimellah, Die jungen Prediger der Tabligh-Bewegung in Frankreich, in: Nilüfer Göle/Ludwig Ammann (Hgg.), Islam in Sicht, Bielefeld 2004, S. 265-282 mit weiteren Literaturhinweisen.



Rachid Ghannouchi: Vgl. Francois Burgat, Face to Face with Political Islam, London 2003 (franz. OA 1996), S. 130.

Liberale Religionsgelehrte: Vgl. unten S. 99f.

84 Saudi-Arabien: Vgl. Guido Steinberg, Saudi-Arabien: Politik, Geschichte, Religion, München 2004.

85 Salafis: Vgl. Khaled Abou El Fadl, The Ugly Modern and the Modern Ugly: Reclaiming the Beautiful in Islam, in: Omid Safi (Hg.), Progressive Muslims: On Justice, Gender and Pluralism, Oxford 2003, S. 33-77

Loyal, illoyal: Als diskriminierende Unterstützung- und Meidungspflicht unter dem Stichwort al-walâ wa l-barâ’a propagiert, vgl. kurz http://de.wikipedia.org/wiki/Al-wal%C4%81'_wa-l-bar%C4%81'a und zahllose Beispiele für die entsprechende Salafi-Erziehung von Muslimen im Westen zu autistischer Selbstsegregation bei Olivier Roy, Der islamische Weg nach Westen, München 2006, S. 194-198 und 268-279.

86 Abdalhakim Murad: „History for the false Salafis is what the Holocaust is for the Jews.“ (Contentions 3/50) – “Religion that seeks to be no more than a time capsule is likely to be claustrophobic.” (Contentions 2/8) – “In senescence, religions have two possibilities: Alzheimer (the amnesiac option of the secular elites) and manic-depressive (the false Salafism).” (Contentions o.A./4), alle zum Download von seiner Webseite www.masud.co.uk/ISLAM/ahm/default.htm; zur Person des namhaften und gelehrten Konvertiten vgl. Mark Bodenstein, Abdal-Hakim Murad, Großbritannien: Vielfältige Tradition statt einfältiger Reform, in: Katajun Amirpur/Ludwig Ammann (Hgg.), Der Islam am Wendepunkt, Freiburg 2006, S. 64-72.



Boden verliert: Vgl. Olivier Roy, Der islamische Weg nach Westen: Globalisierung, Entwurzelung und Radikalisierung, München 2006 (franz. OA 2004).

God selling: Friedrich Wilhelm Graf, Die Wiederkehr der Götter: Religion in der modernen Kultur, München 2004, S. 28.

Kein Aufklärungspaket: Vgl. Charles Taylor, Two theories of modernity, in: Public Culture 27 (1999), S. 153-174.

Obsessive Verneinung, modernisieren: Vgl. Patrick Haenni, Der Islam, die Moderne als Pfand, die geteilte Welt, in: Katajun Amirpur/Ludwig Ammann (Hgg.), Der Islam am Wendepunkt, Freiburg 2006, S. 199-214.



Imame, Filmfestival, Ministerinnen: Dubai International Film Festival, www.dubaifilmfest.com,

87 National Counter Terrorism Center: NCTC Report on Incidents of Terrorism 2005, auf www.ntct.gov .

88 Dschihad mit dem Schwert: Zitate aus „Der Dschihad im Islam“, in: Andreas Meier, Der politische Auftrag des Islam, Wuppertal 1994, S. 198-202.

90 Vergessene Pflicht: Vgl. die kommentierte Übersetzung des Manifests in Andreas Meier, Der Politische Auftrag des Islam, Wuppertal 1994, S. 368-378 („Der nahe und der ferne Feind“ – Manifest der ägyptischen Dschihad-Gruppe).



Charta von 1988: Übersetzung von Raphael Israeli zum Download unter www.fas.org/irp/world/para/docs/880818.htm ; zur Hamas nun umfassend Joseph Croitoru, Hamas: Der islamische Kampf um Palästina, München 2007.

Begriffspaar: Grundlegend hierzu wie zum gesamten Kapitel Guido Steinberg, Der nahe und der ferne Feind: Die Netzwerke des islamistischen Terrorismus, München 2005.

91 2005: NCTC Report, vgl. Anmerkung zu S. 87.

92 Yûsuf al-Qaradâwî: Vgl. Bettina Gräf, Yûsuf al-Qaradâwî, Ägypten/Qatar: Das Erlaubte und das Verbotene im Islam, in: Katajun Amirpur/Ludwig Ammann, Der Islam am Wendepunkt, Freiburg 2006, S. 109-117.

Aufschub: H.-W. Krumwiede, Ursachen des Terrorismus, in: Peter Waldmann, Determinanten des Terrorismus, S. 62 und 70.

94 Missstände: Misslich aus Sicht von Unterlegenen, deren Stimme kein Gehör findet; eben das erlaubt der Propaganda, sich zur Stimme des Widerstands zu stilisieren.



Einzige Sprache: So z.B. Ramzi Ahmed Yousef zu seinen Richtern im Prozeß um den ersten Anschlag aufs World Trade Center (1993): „Das ist doch die einzige Sprache, die ihr versteht!“, vgl. Oliver Schröm, Al Qaida: Akteure, Strukturen, Attentate, Berlin 2003, S. 122. Ebenso

Michael Scheuer: Vgl. Michael Scheuer, Imperial Hybis: Why the West is Losing the War on Terror, Washington 2004.

95 *Azzâm, Bakri: Gekürzte Passage aus seinem Hauptwerk „Die muslimischen Lande zu verteidigen ist die wichtigste individuelle Glaubenspflicht“ (ca. 1985), vgl. Guido Steinberg, Der nahe und der ferne Feind, München 2005, S. 38. Zu Bakri vgl. Souad Mekhennet/Claudia Sautter/Michael Hanfeld, Die Kinder des Dschihad: Die neue Generation des islamistischen Terrors in Europa, München 2006, S. 70.

97 Our Voice: Nasrin Alavi, Wir sind der Iran, Köln 2005, S. 126 (Weblog vom 23.5.2003). Zum gesamten Kapitel: Katajun Amirpur/Ludwig Ammann, Der Islam am Wendepunkt.

99 Der größte Segen: Zitiert nach Nasrin Alavi, Wir sind der Iran, S. 21.

101 Özsoy: Vgl. Ömer Özsoy, Die Geschichtlichkeit der koranischen Rede, in: Felix Körner, Alter Text – neuer Kontext. Koranhermeneutik in der Türkei heute, Freiburg 2006, S. 78-98, hier S. 89.

102 Ihrer Natur: “By its nature and purpose, Shari’a can only be freely observed by believers, and its principles lose their religious authority and value when enforced by the state. “ Vgl. The Future of Shari’a, S. 1, Download unter: www.law.emory.edu/cms/site/index.php?id=2148

103 Das Erlaubte: Radikale Muslime werfen ausgerechnet dieser Bibel der Konservativen vor, zu liberal zu urteilen, und bezeichnen sie spöttisch als „Das Erlaubte und das Erlaubte“…

104 Tariq Ramadan: Vgl. Ludwig Ammann, Tariq Ramadan: Die konservative Reform, in: Katajun Amirpur/Ludwig Ammann, Der Islam am Wendepunkt, Freiburg 2006, S. 23-33, hier S. 31.

105 Dilemma: Zitat übersetzt nach Tariq Ramadan, Peut-on vivre avec l’islam? Entretien avec Jacques Neirynck, Lausanne 2004 (2. veränderte Auflage, OA 1999), S. 22.

106 Bruchstückhafte Modernisierung, Reformlevel gedeckelt: Vgl. Patrick Haenni, Der Islam, die Moderne als Pfand, die geteilte Welt, in: Katajun Amirpur/Ludwig Ammann (Hgg.), Der Islam am Wendepunkt, Freiburg 2006, S. 199-214.



World Values Survey: Vgl. Pippa Norris/Robert Inglehart, Sacred and Secular: Religion and Politics Worldwide, Cambridge 2004, S. 144-156 (“Attitudes toward Democracy”).

108 Allensbach: Vgl.

Papst: Vgl. oben S. 69 und Anmerkung.

109 Abdelwahhab Meddeb, Khaled Abou El Fadl: Vgl. oben S. 58 und Anmerkung.

110 Pew Global Attitudes Project: Vgl. The Pew Global Attitudes Project (Hg.), The Great Divide: How Westerners and Muslims View Each Other, Washington 2006, Download von www.pewglobal.org

111 Historiker: Allerdings einen Althistoriker ohne eigene wissenschaftliche Qualifikation hinsichtlich der islamischen Geschichte und ihrer Quellen; vgl. Egon Flaig, Der Islam will die Welteroberung, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16. September 2006, S. 35.

113 Hasan al-Bannâ’: Vgl. Brynjar Lia, The Society of the Muslim Brothers in Egypt: The Rise of an Islamic Mass Movement 1928-1942, Reading 1998, S. ???

114 Reden Osama bin Ladens: Vgl. Marwan Abou-Taam/Ruth Bigalke, Die Reden des Osama bin Laden, München 2006. Verschwörung: S. 108ff. „Unsägliche Verbrechen“: S. 110. „Na los, brüstet euch…“: S. 141.



Medienstrategie: Ebenda, S. 219.

115 Hirsi Ali: Vgl. Ayaan Hirsi Ali, Die schleichende Machtübernahme, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 4.10.2006, S. 39.

117 Oriana Fallaci: Vgl. Oriana Fallaci, Die Wut und der Stolz, München 2002 (ital. OA 2001); Ratten: S. 139, Pioniere: S. 130.

118 Scheitern: Vgl. Bassam Tibi, Islamische Zuwanderung: Die gescheiterte Integration, Stuttgart 2002.

119 15 Prozent, ein Drittel: Nur 15,4% aller Deutschtürken bejahen die migrationssoziologische Standardfrage zum Segregationsstreben „Wir Türken müssen unter uns bleiben, um unsere türkische Lebensweise nicht zu verlieren“, vgl. Faruk Sen/Martina Sauer/Dirk Halm, Euro-Islam, Essen 2004, S. 39. „Ein Drittel“ beträgt die Zustimmung zu dieser Frage bei „stark religiösen“ (im Unterschied zu „mäßig“: 15% und „schwach“: 5,8%) jungen Deutschtürken im Alter von 16-25 Jahre nach Susanne Worbs/Friedrich Heckmann, Islam in Deutschland (vgl. Anmerkung zu S. 66), S. 169, während 50,7% (bzw. 68,2 bzw. 82,7%) widersprechen. Damit wird die pauschale Schlussfolgerung von Sen - „Je religiöser die Befragten sind, umso eher möchten sie sich auf die eigene Ethnie beziehen und die türkische Lebensweise bewahren“ - widerlegt.

120 Ich klage an: Vgl. Ayaan Hirsi Ali, Ich klage an: Plädoyer für die Befreiung der muslimischen Frauen, München 2005, Leitfrage S. 7.



121 Ich glaube: Vgl. Ayaan Hirsi Ali, Die schleichende Machtübernahme., in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 4.10.2006, S. 39.

124 Der Islam, die Muslime: Oder auch mit „der Westen“, „die Christen“ usf.


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