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Cary joji fukunaga


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MEXICO GOES INTERNATIONAL:

Canana Films und die neue Welle des mexikanischen Kinos

1950 dreht Luis Buñuel das Meisterwerk seiner 20 Filme umfassenden mexikanischen Phase: „Die Vergessenen“ („The Forgotten Ones“), einen Film im Stil des italienischen Neorealismus über einen jungen Mann, der in Mexico City in den Bann des Anführers einer kriminellen Jugendbande gerät – und der erste Film überhaupt, der Gangs thematisiert.


Knapp 60 Jahre später schließt sich der Kreis: Mit ihrer im Jahr 2006 gemeinsam mit ihrem Freund und Produzenten Pablo Cruz gegründeten Produktionsfirma Canana Films haben nun auch die beiden mexikanischen Superstars Diego Luna und Gael García Bernal einen Film über das Gangwesen realisiert – nur eben über eine Gang von heute, die Mara Salvatrucha. Mit Buñuel gemein haben sie das Bemühen um Realismus und Authentizität, die Hoffnung auf einen Funken Mensch in einer von Unmenschlichkeit geprägten Welt.
Luna und Bernal sind die Galionsfiguren der Renaissance des mexikanischen Kinos, die die Filmwelt seit nunmehr etwa zehn Jahren in Atem hält. Nachdem Buñuel Mexiko zu Beginn der 1960er-Jahre den Rücken gekehrt hat, um fortan in Frankreich und Spanien Filme zu drehen, entsteht ein Vakuum im mexikanischen Kino, das von einer Reihe von Einzelkämpfern gefüllt wird. Einzelkämpfer wie Arturo Ripstein, vormals Regieassistent Buñuels, der ab Mitte der 1960er-Jahre regelmäßiger Gast auf den internationalen Filmfestivals ist und sich in mehr als 50 Filmen immer wieder mit verschiedenen Aspekten der Einsamkeit der Seele befasst, oder der exzentrische Alejandro Jodorowsky, der mit seinem surrealen Traumkino in „El topo“ (1970) oder „Montana Sacra - Der heilige Berg“ („The Holy Mountain“, 1973) Filmgeschichte schreibt.
Alfonso Arau, außerhalb von Mexiko vor allem bekannt als Schauspieler, unter anderem in Sam Peckinpahs „The Wild Bunch“ (1996), dreht seit Anfang der 1970er-Jahre Filme als Regisseur, landet aber erst 1992 mit „Like Water for Chocolate“ einen internationalen Erfolg, der in den USA einer der erfolgreichsten Filme in spanischer Sprache wird und auch in Deutschland unter dem Titel „Bittersüße Schokolade“ sein Publikum findet. Bereits 1983 hatte Gregory Nava („Selena - Ein amerikanischer Traum“, 1997) einen weitaus radikaleren, realistischeren Film verwirklicht: „The North“ ist einer der ersten Filme überhaupt, der sich der Problematik von zentralamerikanischen Immigranten (in diesem Fall aus Guatemala) annimmt, die durch Mexiko reisen, um in den USA ihr Glück zu suchen – und es in den seltensten Fällen finden.
Drei Regisseure sind es, die den mexikanischen Film aus seinem Dornröschenschlaf wecken, nachdem es zuvor bereits Schauspielerinnen wie Salma Hayek und Jennifer Lopez gelungen war, im amerikanischen Kino Fuß zu fassen und den Blick auf Mexiko zu lenken, auch wenn dort – noch – Telenovelas im Fernsehen den Ton angeben. Als 2000 Alejandro Gonzàlez Iñárritus „Amores perros - Von Hunden und Menschen“ („Amores perros“) beim Festival de Cannes Premiere feiert, schlägt der Film ein wie eine Bombe: Alles redet nur noch von der kunstvollen Verknüpfung der drei Erzählstränge, vom schonungslosen Realismus, in dem der Regisseur Reichtum und Armut in Mexico City aufeinanderprallen lässt, und natürlich von seinem jungen Hauptdarsteller, Gael García Bernal.
Im Jahr darauf rückt Bernal erneut ins Rampenlicht, in Alfonso Cuaróns „... mit deiner Mutter auch!“ („Y tu mamá también“, 2001), der die Rückkehr des Bildermagiers aus Mexico City nach zehnjähriger filmischer Abwesenheit aus seiner Heimat markierte. Nach seinem Debüt „Only with Your Partner“ im Jahr 1991 hatte Cuarón mit „Die Traumprinzessin“ („A Little Princess“) und „Große Erwartungen“ („Great Expectations“, 1998) zwei viel beachtete US-Arbeiten abgeliefert, um ganz zurückgenommen eine Geschichte über zwei Jugendliche und eine Frau auf abenteuerlichem Roadtrip aus jenem Mexiko zu erzählen, das er kannte. Neben Gael García Bernal brillierte ein weiterer junger mexikanischer Schauspieler: Diego Luna. Gemeinsam wurden sie zum Gesicht der New Wave aus Mexiko.
Und schließlich ist da noch Guillermo Del Toro, der wie Cuarón Anfang der 1990er-Jahre mit seinem mexikanischen Debüt, „Cronos“ (1993), aufhorchen ließ, um anschließend in Hollywood zu drehen („Mimic“, „Hellboy“). Spätestens seit seinem bahnbrechenden spanischen Film „Pans Labyrinth“ („The Labyrinth of the Faun“, 2006) gilt Del Toro als treibende Kraft des Fantasykinos. Mit seinen Kollegen Cuarón und Iñárritu hat er gemein, dass er zwar dem Rufe Hollywoods gefolgt ist, seine Heimat aber nie aus den Augen ließ. Ihrem Bemühen ist es zu verdanken, dass Mexiko als Filmland mittlerweile ernst genommen wird und eine eigene filmische Identität besitzt.
Im gleichen Maße setzen sich aber auch Bernal und Luna für die Entwicklung und Förderung neuer Talente ein. Canana Films gründen sie mit Pablo Cruz, weil sie der Ansicht sind, dass ihr Land eine energetische und hervorragend vernetzte Produktionsfirma gut brauchen kann, um großartigen, aber isolierten jungen Filmemachern eine Bühne zu bieten. In einem Interview sagt Cruz: „Wir arbeiten daran, neue Regisseure zu unterstützen und die Filme zu machen, die sonst keiner realisiert. Wir haben erkannt, dass der Erfolg von Alfonso Cuarón, Alejandro Gonzàlez Iñárritu und Guillermo Del Toro etwas Besonderes war, aber danach nichts Herausragendes mehr in unseren Landesgrenzen passierte. Es gab keine Grassroots-Aktivitäten. Canana kann den Einfluss, den Gael und Diego als Stars besitzen, nutzen und der Industrie Gutes tun. Wir leiten die Firma zu dritt, wir reden jeden Tag und entscheiden gemeinsam, welche Filme wir machen wollen.“
Bislang ist ihr Erfolg beeindruckend. Innerhalb von drei Jahren stellte Canana neun Filme her, darunter Gerardo Naranjos „Drama/Mex“ (2006) und „I’m Going to Explode“ („Voy a explotar“, 2008), Diego Lunas Regiedebüt „J.C. Chávez“ (2007), Gael García Bernals Regiedebüt „Déficit“ (2007), Jorge Hernandez Aldanas „El búfalo de la noche“ (2007) sowie Agustín Diaz Yanes’ „Just Walking“ („Solo quiero caminar“, 2008) und Israel Cádenas und Laura Amelia Guzmáns „Cochochi“ (2007), der unter anderem auf dem Miami Film Festival mit dem Großen Preis der Jury sowie auf dem Toronto International Film Festival mit dem Discovery Award ausgezeichnet wurde. Zu den jüngsten Produktionen zählt „Cefalopodo“ (2009) von Rubén Imaz – und eben SIN NOMBRE.
„Unsere Filme sind 100 Prozent international“, berichtet Cruz. „Wir haben ausländische Produktionspartner und zählen auf Verkäufe ins Ausland, um die Kosten für unsere Filme zu decken.“ Außerdem hat Canana einen First-Look-Deal mit Focus Features in den USA, in dessen Rahmen SIN NOMBRE realisiert wurde, als erster Focus-Film in spanischer Sprache. Mit ihrem Ansatz versuchen Bernal, Luna und Cruz Begeisterung beim heimischen Publikum für mexikanische Filme zu wecken. „Das Publikum in Mexiko ist hypnotisiert von großen amerikanischen Produktionen. Aber wir leisten unseren Anteil, das zu ändern. Mittlerweile hat selbst die Regierung erkannt, dass wir nicht nur Tequila exportieren können, sondern auch Filme. Darauf bauen wir auf.“
Als nächsten Schritt plant Canana, in den Filmverleih einzusteigen – damit Filme wie SIN NOMBRE künftig nicht mehr nur international Erfolge feiern, sondern auch in ihrem Entstehungsland.

PRESSESTIMMEN


„absolut brillant“

„ein Meisterwerk“

„Das ist Filmemachen auf höchstem Niveau“

„Mit Cary Fukunaga ist ein neuer Star geboren“

„der bisher beste Film des Jahres“

EVENING STANDARD

„elegant und herzzerreißend, zu gleichen Teilen eine Tragödie in bester Shakespeare-Tradition, ein Neo-Western und Bandenfilm“

WASHINGTON POST

"brillant"

"ein umwerfendes Debüt"

"Es gibt Filme, die es fordern gesehen zu werden (...) Fernando Mereilles elektrisierender City of God war so ein Film (...) Alejandro González Iñárritus Amores Perros ein weiterer außergewöhnlicher Erfolg (...). Jetzt setzt SIN NOMBRE zum Arthaus-Ereignis an, mit Potential zum durchschlagenden Erfolg, der kompromisslos ein hartes Thema mit vollkommen unwiderstehlicher Erzählkunst verbindet."

THE TIMES

„SIN NOMBRE ist ein epischer Thriller, der einem den Atem stocken lässt. Das lyrische Ende des Films, der mit einem tränenverschmierten Lächeln auf Sayras jungem Gesicht schließt, ist unaufdringlich und bewegend. Es lässt Erlösung und Hoffnung ahnen nach dieser packenden Geschichte voller Brutalität, grausamem Pech und unerwartetem Mut.“

Claudia Puig, USA TODAY
„Die größte mögliche Leistung eines Films ist es, dem Publikum – also Ihnen – die Augen für eine Welt zu öffnen, an die man noch nie einen Gedanken verschwendet hat, eine Gedankenwelt und eine Lebensart zu zeigen, die man sich nicht einmal vorstellen konnte. Und, wenn das gelungen ist, sie einen auch noch verstehen zu lassen mit dem ganz gewöhnlichen Vokabular menschlicher Emotion. Nichts weniger als das gelingt Regisseur Cary Fukunaga in seinem Regiedebüt SIN NOMBRE.“

Mick LaSalle, SAN FRANCISCO CHRONICLE

„SIN NOMBRE ist eine beachtliche griechische Tragödie über zwei junge Menschen, die dem alles niederwälzenden Rad des Schicksals entkommen wollen, auf der Suche nach dem weit entfernten Ideal von Freiheit.“

Andrew O’Hehir, SALON.COM

„Fukunaga fusioniert geschickt und unaufdringlich verschiedene Genres, um seine Geschichte zu erzählen. Zunächst glaubt man Western-Motive zu erkennen, dann wechselt er in den Thriller-Modus, als Casper von der Mara-Gang verfolgt wird.“

Mar Diestro-Dópido, SIGHT & SOUND


„schön und ergreifend“

François Forestier, NOUVEL OBS

„Dieser Erstlingsfilm wird euch verblüffen. Cary Joji Fukunaga filmt wie er atmet und haucht dabei seinen Charakteren eine unglaubliche Lebensenergie ein – ohne dabei in das Dokumentargenre zu verfallen. Sollte man nicht verpassen.“

Emmanuelle Frois, LE FIGARO

„Der Film ist ein Road-Movie, ein Western und eine Liebesgeschichte. Er ist ein Faustschlag und eine Zärtlichkeit zugleich. Er geht unter die Haut und trifft mitten ins Herz.“

François-Guillaume Lorrain, Christophe Ono, LE POINT



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