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Cary joji fukunaga


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VOR DER KAMERA




PAULINA GAITAN


Sayra
Als ich das Drehbuch las, wusste ich, dass ich Sayra spielen musste, weil sie mir sehr ähnlich ist. Mich sprach ihre emotionale Welt an, wie ihre Gefühle für ihren Vater. Sayra ist sentimental, aber gleichzeitig auch stark, sie frisst die Dinge in sich hinein. Sie entwickelt Gefühle für Casper und denkt, dass sie ihm helfen kann, ihn ändern kann, ihm ein besseres Leben bieten kann.
Wir Mexikaner beschweren uns oft darüber, wie wir von den Amerikanern behandelt werden. Aber wir sehen nicht, wie wir selbst die Menschen in Zentralamerika behandeln, und das ist genau das, was SIN NOMBRE zeigt.
Ich bin Mexikanerin, und Cary [Joji Fukunaga] wollte eine honduranische Schauspielerin für Sayra, also bot er mir die Rolle der Martha Marlene an. Aber ich sagte: ‚Wenn ich nicht Sayra spielen kann, dann will ich überhaupt nicht bei dem Film mitmachen.‘
Ich habe Sayra so gespielt, als wäre ich diese Figur. Es ging also nie darum, dass ich mich fragte, was würde Sayra in dieser Situation machen. Vielmehr fragte ich mich ganz unmittelbar, wie ich selbst mich verhalten würde, wenn ich einen solchen Trip mit meinem Vater auf einem Zug unternehmen würde.
Ich war noch nie in einem Zug gefahren, geschweige denn auf seinem Dach. Ich stand also die ganze Zeit unter Adrenalin. ‚Rauf auf den Zug!‘ – ‚Runter vom Zug!‘ – ‚Noch mal!‘ Das war cool.
Cary ist sehr hilfreich, weil er einem genau sagt, was er haben will. Und wir haben nicht allzu viel improvisiert, was mir entgegenkam.“

Die Mexikanerin PAULINA GAITAN begann ihre Schauspielkarriere im Alter von neun Jahren. Nachdem sie zwei Jahre lang für die führenden Fernsehsender Televisa und TV Azteca gearbeitet hatte, gab sie ihr Debüt in Luis Mandokis Kinospielfilm „Voces inocentes – Unschuldige Stimmen“ („Innocent Voices“, 2004). Unmittelbar danach übernahm sie einen Part in Marco Kreuzpaintners „Trade – Willkommen in Amerika“ („Trade“, 2007) mit Kevin Kline und Cesar Ramos.


Bis dato umfasst Paulina Gaitans Filmografie des Weiteren die Titel „Insignificant Things“ (2008) von Andrea Martínez sowie Antonio Zavalas „Deseo“ (2009), der sich derzeit in Postproduktion befindet. Zurzeit arbeitet sie mit Regisseur Everardo Valerio Gout an „Days of Grace“; demnächst stehen für sie die Dreharbeiten zu „La Mitad del Mundo“ (2010) an.

EDGAR FLORES


El Casper / Willy
Casper lebt von der Hand in den Mund. Je weiter die Geschichte voranschreitet, desto mehr ist ihm klar, dass er beim Schlafen immer ein Auge offen haben muss. Aus jedem Schatten könnte jemand treten, der ihm die Gurgel durchschneiden will. Die eine gute Sache, die er in seinem Leben anstellen kann, ist es, Sayra in Sicherheit zu bringen. Das ist das Einzige. Er hat nichts mehr zu verlieren. In seinem Leben war nur Martha Marlene von Bedeutung. Als sie verloren ist, ist es ihm egal, ob er lebt oder stirbt.
Ich hätte mir niemals im Leben erträumen lassen, einmal in einem Film mitzuspielen. Und jetzt habe ich einen gedreht. Ich muss Gott danken, und ich werde so weit gehen, wie er es mir gestattet. Ich habe etwas entdeckt, wofür ich Leidenschaft empfinde: ein Leben zu spielen, das nicht das eigene ist, es aber zum eigenen zu machen. Das erfüllt mich. Also träume ich ab sofort davon, meinen eigenen Film zu machen.
Ich hätte gerne mehr meiner Stunts selbst gedreht. Aber ich musste mich hinsetzen und zusehen. Ich durfte nur bei einer riskanten Szene persönlich vor der Kamera stehen.“
EDGAR FLORES wurde in Tegucigalpa, Honduras, geboren. Seine Karriere als Schauspieler begann, als er bei einem Casting-Aufruf für die erste honduranische Miniserie, „Diferentes a Todos“, teilnahm und tatsächlich besetzt wurde. Die von Francisco Andino inszenierte Serie wurde von Francis Mejia für Promega Production realisiert.
Für die Besetzung bei SIN NOMBRE folgte Edgar Flores einem offenen Casting-Aufruf durch Terco Producciones, die für die Produktion in Honduras auf Schauspielersuche waren. Nur wenige Wochen später stand er vor den Kameras – SIN NOMBRE markiert sein Debüt als Kinoschauspieler. Für seine schauspielerische Leistung wurde er auf dem 20. Stockholm International Film Festival mit dem Darstellerpreis ausgezeichnet.
Derzeit arbeitet er in Tegucigalpa für Promega und führt parallel sein Studium fort.

KRISTYAN FERRER

El Smiley


Um Smiley spielen zu können, musste ich ein paar der Handzeichen der Mara Salvatrucha, sogenannte Jomi, lernen und mir aneignen, wie sie reden und sich bewegen. Cary war dabei eine große Hilfe. Er hatte die Mara selbst besucht, erzählte uns von ihren Tätowierungen und zeigte uns eine Doku über die Gang.
Die Mara Salvatrucha 13, die Gang, in die Smiley aufgenommen wird, ist nicht dieselbe wie die Mara 18, die Smiley in der Barrio-Sequenz verfolgt. Ihre Zeichen mögen für Außenstehende gleich aussehen, aber sie sind völlig unterschiedlich.
Manche Menschen wohnen in Gemeinden, in denen sie und ihre Familien sich bedroht fühlen. Also werden sie Mitglieder der Mara, weil sie wissen, dass diese sie schützen wird. Die Mara kümmert sich um sie und ihre Familien.
Um ihre Zukunft zu sichern, braucht die Mara Kinder. Smiley glaubt, dass der Einstieg bei der Mara einem Persilschein gleichkommt, dass er sich dann alles erlauben kann. Er würde gerne älter wirken, ist aber eigentlich ein ganz normaler Junge, deshalb will man nicht glauben, zu was er alles in der Lage ist. Aber er will, er muss überleben – wie jeder andere in der Mara auch.
Die schwierigste Szene für mich war die, in der Smiley weinen muss. Er ist wütend, weil er getreten und verprügelt wurde, aber gleichzeitig glücklich, weil er jetzt zur Mara gehört. Er verspürt Schmerz und Glück zur selben Zeit. Cary half mir, aus Smiley eine echte Figur zu machen und meine Emotionen während des Drehs zu kontrollieren. Um Smiley spielen zu können, musste ich aggressiv werden. Ich entdeckte dabei eine Seite von mir, die ich überhaupt noch nicht kannte.“
KRISTYAN FERRER wurde 1995 in Mexico City geboren. Er studierte Schauspiel, Gesang, Tanz und Gitarre und ist seit 2001 als Schauspieler im Geschäft.
Als vertraglich gebundener Schauspieler arbeitete er für den Fernsehsender TV Azteca und drehte mehrere Werbeclips für das US-amerikanische und mexikanische Fernsehen. Außerdem hatte er feste Rollen in mehreren Serien wie in der von TV Azteca ausgestrahlten Erfolgsserie „Lo que callamos las mujeres“.
Zu seinen weiteren Fernseharbeiten zählen Comedy-Serien wie „Puro loco“, „Qué buena onda“ und „Ya cayó“ sowie der Film „Milagros“, in dem er die Hauptrolle übernahm.
Auch im Theaterbereich engagiert sich Ferrer seit einigen Jahren. Unter anderem spielte er in „Beto al rescate del tiempo“ (in der Titelrolle des Beto) am Coyoacán Theatre mit. Aus dem Kinofilmbereich stehen „Species IV – Das Erwachen“ („Species: The Awakening“, 2007) von Nick Lyon und der kommende „Inhale“ (2009) von Baltasar Kormákur in seiner Filmografie. Zurzeit dreht er gemeinsam mit Paulina Gaitan „Days of Grace“.


TENOCH HUERTA MEJÍA


Lil’ Mago
Der aus Mexico City stammende TENOCH HUERTA MEJÍA trat unlängst in Alex Riveras „Sleep Dealer“ (2008) auf, der auf der Berlinale und in Sundance Auszeichnungen erhielt. Huerta Mejía, der in Mónica Maristains Buch „30 Actors Made in Mexico“ gefeaturet wird, drehte bislang sowohl Langspielfilme als auch Kurzfilme.
Zu seinen spanischen und mexikanischen Kinofilmprojekten zählen Rodrigo Plás „La zona“ (2007), der unter anderem bei den Filmfestspielen in Venedig und auf dem Toronto International Film Festival ausgezeichnet wurde, „Der Weg zum Ruhm“ („Casi divas“, 2008) von Issa López, Alan Cotons „Nesio“ (2008), Agustín Díaz Yanes’ „Just Walking“ („Solo quiero caminar“, 2008) – ebenfalls mit den ausführenden Produzenten von SIN NOMBRE, Canana – sowie das Regiedebüt von Schauspieler Gael García Bernal, „Déficit“ (2007).
Im Rahmen des Kurzfilmfestivals in Mexico City wurde Huerta Mejía als Bester Schauspieler für seine darstellerische Leistung in Alonso Ruiz Palacios „Café paraíso“ ausgezeichnet.


DIANA GARCÍA


Martha Marlene
Mit Canana, der ausführenden Produktionsfirma von SIN NOMBRE, arbeitete DIANA GARCÍA bereits bei Gerardo Naranjos „Drama/Mex“ (2006) zusammen, der im Rahmen des Festival de Cannes Weltpremiere feierte.
Zu ihrem umfangreichen Schaffen zählen Jieho Lees „The Air I Breathe – Die Macht des Schicksals“ („The Air I Breathe“, 2007) mit Brendan Fraser und Emile Hirsch, Casey Kellys „The Bracelet of Bordeaux“ (2007), „Der Weg zum Ruhm“ („Casi divas“, 2008) von Issa López, Francisco Laresgoitis „2033“ (2009), „Amar“ (2009) von Jorge Ramírez Suárez sowie Rafael Laras „Labios rojos“ (2009).
Die mexikanische Schauspielerin spielte auch in mehreren Kurzfilmen, Werbeclips und Musikvideos mit. Ferner moderierte sie die Fernsehsendungen „Big Boutique in the City“ und „Adelantadas en el mundial“.


LUIS FERNANDO PEÑA


El Sol
LUIS FERNANDO PEÑA ist im Bereich Telenovela und Kino einer der führenden Jungschauspieler Mexikos.
Sein Debüt im Kino gab er in Carlos Carreras Erfolgsfilm „Un embrujo“ (1998), der mit neun Ariel Awards ausgezeichnet wurde (die Ariel Awards sind die höchsten Filmpreise in Mexiko).
Er selbst wurde jeweils für einen Ariel vorgeschlagen für seine schauspielerischen Leistungen in Marisa Sistachs „Violet Perfume: Nobody Hears You“ (2001), in Fernando Sariñanas „Amar te duele“ (2002) und in Gerardo Torts „Streeters“ (2001). Für den letztgenannten Film wurde er auch auf dem Guadalajara Film Festival und von den Mexican Cinema Journalists ausgezeichnet. Ferner war er zweimal – in Lateinamerika und in Mexiko – für einen MTV Movie Award nominiert.
Zu seinen jüngsten Arbeiten zählen Ernesto Castillejos „Destinos Cruzados“, „The Desert Within“ (2008) von Rodrigo Plá, Eduardo Lucateros „Corazón marchito“ (2007) sowie Alex Riveras „Sleep Dealer“ (2008), der auf der Berlinale und in Sundance mit Preisen bedacht wurde.
Im Fernsehen hatte er feste Rollen unter anderem in den Serien „Clase 406“, „Lo que callamos las mujeres“, „Vecinos“ und „Mujer, casos de la vida real“.
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